Land.In.Sicht
Büro Dr. Paula
Zurück

ÖKOPARK HARTBERG / FREIRAUMGESTALTUNG

Büro LAND IN SICHT
Realisierung:  2000

Der "Ökopark Hartberg" als Versuch, einem Gewerbepark, einem Forschungspark und einem Erlebnispark einen verbindenden räumlichen Rahmen zu geben Ausgangspunkt war ein baukünstlerischer Wettbewerb im Jahr 1997, den der Grazer Architekt Peter Zinganel gewann.

Bereits damals hatte der Bauherr - die Stadtwerke Hartberg - die Absicht, an der Peripherie von Hartberg unter dem Titel "Ökopark" einen Gewerbepark, der unter dem Motto Umwelt und Ökologie steht, mit einem Erlebnispark und umweltdidaktischen Aufgaben zu verbinden. Skizzenhaft wurden vom Büro LAND IN SICHT, das in Konsulentenrolle an der Erstellung des ggst. Wettbewerbsbeitrags mitwirkte, bereits im Zuge des Wettbewerbes erste Ansätze jenes Freiraumkonzeptes aufgezeigt, das nun schlussendlich zur Umsetzung gelangt. Während in den darauf folgenden Jahren Gewerbeparkhallen und ein Forschungsgebäude des Johanneum Research als Beispiele moderner Holzbauarchitektur auf Basis der Planungen des Architekten Peter Zinganel entstanden, tat sich am Freiraumsektor vorerst einmal nichts. Erst im Jahr 2000 wurde eine Arbeitsgemeinschaft der Büros Arch. DI Peter Zinganel, LAND IN SICHT Büro für Landschaftsplanung und der "Kulturarbeiter" von "die ORGANISATION" mit der Entwicklung eines rahmengebenden Konzeptes für einen Erlebnispark beauftragt.

Aufgabe war es, im Freiraumbereich einerseits den einzelnen Betrieben des Gewerbeparks Präsentations- und Repräsentationsmöglichkeiten zu bieten, andererseits unter Nutzung des gegebenen Freiraumpotentials ergänzende Freirauminfrastrukturen in das Gesamtkonzept zu integrieren, die zusätzliche Besucher zum Ökopark bringen. Grundsätzlich sollen sich Erlebnis- und Gewerbepark flächig ergänzen und wechselseitig durchdringen. Gestalterisch legt das Konzept allerdings - neben den verbindenden Wegführungen - ein ordnendes Prinzip nahe, das in besonderer Weise das räumliche Kontinuum einerseits und die Bezüge zwischen den einzelnen Betrieben und dem Erlebnispark andererseits thematisiert. Aufgegriffen wird dabei das Gartenpavillonkonzept des 18. Jahrhunderts (Folie, franz. = Gartenpavillon) in der Interpretation von B. Tschumi, der diese im Parc de La Villette in Paris in Form variabler Raumstrukturen in einem regelmäßigen Raster als besondere Merkzeichen und Attraktionen einsetzte. Von der räumlichen Konfiguration des Gewerbeparks ausgehend wurde in einem 60 x 60 m - Raster ein System gleich dimensionierter Felder ausgewiesen, die die Grundstrukturen einer Rahmenkonstruktion von 10 x 10 x 10 m (Kubus) darstellen. Dieser vordefinierte Rahmen fungiert als immer wiederkehrendes Erkennungsmerkmal des Erlebnisparks, wobei die Grundkonstruktion unterschiedlichste Funktionen aufnehmen kann und soll: Offener Rahmen für eine Installation, Ausstellung bzw. Selbstdarstellung eines Betriebes, ein Kunstprojekt, einen Platzraum oder etwa auch eine besonderes akzentuierte Baumpflanzung. Daneben wurde unter anderem auch der besonderen Ausbildung der notwendigen Grenzstrukturen besonderes Augenmerk geschenkt.

Mittlerweile wurden die ersten "Folies" realisiert. Im Zentralbereich des Ökoparks wurde ein großzügiger Platzraum geschaffen, es entstand - in Verbindung mit einem Forschungsprojekt zur Gewinnung von Aromaölen - ein "Duftgarten" und es wurde ein Ausstellungspavillon als "grüner Würfel" interpretiert, der mit seiner innovativen Vertikalbegrünung mittlerweile ein wichtiges Merkzeichen des schrittweise wachsenden Erlebnisparks darstellt. Projektdaten Planung Arch.

DI Peter Zinganel, Graz Architektur die ORGANISATION Ausstellungsgestaltung,
CI Büro LAND IN SICHT Landschaftsplanung und -architektur