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MAN SOLLTE ÖFTERS 3sat SCHAUEN ...

So, 20. Mai 2007
Beitrag von Dr. Luzian Paula
Da gab es neulich eine Sendung in der Nacht, die das Werden der europäischen Landschaften im historischen Kontext darstellt. Erstaunlich kann man nur sagen, welche Randbedingungen das Landschaftsbild seit der Seßhaftwerdung des Menschen veränderten.

An erster Stelle ganz klar: die Landwirtschaft. Und die aus dem Orient als lebender Proviant mitgebrachten Ziegen, die Rasenmähern gleich, viele Pflanzen auf immer verschwinden ließen.

Zweitens: die ständigen Klimaschwankungen (noch ganz ohne CO2-Ausstoß), die - wie z.B. die Klimakatastrophe um etwa 6.400 v.Chr., die nach zweimaligem Zusammenbruch des Golfstromes die ersten Ackerbauern überhaupt erst nach Zentraleuropa vorstoßen ließ - unser heutiges Landschaftsbild durch ständige Veränderung der Lebensbedingungen für Mensch und Tier verursacht haben.

Und drittens: die Straßen - und zwar jene der Römer, die mit leistungsfähigen Verkehrsverbindungen erstmals den rasanten Austausch von Wissen, Informationen und Gütern in der damaligen Welt (ganz Europa) ermöglichten. ("Via est vita", wie der Römer in diesem Beitrag zu sagen pflegte - müsste eigentlich "via vita est" gelautet haben.).

Diese drei Faktoren prägten Europa bis in die Neuzeit und auch heute noch. Dann kam das Schiff dazu und damit neue Pflanzenarten und neue ökonomische Grundlagen. Und später war es dann die Eisenbahn, die wieder nachhaltig die Landschaft veränderte. Nach diesem (fast unbekannten) Fernsehbeitrag stellt sich die heute geübte Klimahysterie etwas relativiert dar. Man sollte öfter 3sat schauen ...