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GLORREICHER FÖDERALISMUS LEBT

Fr, 20. Mai 2011
Beitrag von Dr. Luzian Paula
Bruck a.d.Leitha und Bruckneudorf werden Gott sei Dank durch eine Landesgrenze getrennt

Schön ist eine Landesgrenze! Schön ist das föderalistische Prinzip! Schön ist es, wenn man aus diesem Titel viel Geld sinnlos zur höheren Ehre lokaler Politiker verbraten kann!

Kennen Sie Bruckneudorf?
Eine nette Bgld. Gemeinde, die erst durch die Ansiedlung eines Bahnhofes der Ostbahn und die Einrichtung eines großen Truppenübungsplatzes samt Kasernen in der Monarchie entstand. Das nur durch die Leitha davon getrennte nö. Bruck a.d.Leitha war immerhin schon früher eine Grenzstadt (... noja, auch erst seit der Festlegung der Leitha als Reichsgrenze unter den Nachfolgern von Karl dem Großen). Heute sind die beiden Orte untrennbar miteinander verbunden - eine funktionale Einheit, würden die Niederösterreicher lt. ihrem Raumordnungsgesetz sagen - und doch getrennt.

Weil warum: sowohl die Freiwillige Feuerwehr im nö. Bruck/Leitha als auch diejenige im blgd. Bruckneudorf brauchen neue Löschfahrzeuge. Diese werden mit nicht unbeträchtlichen Mitteln aus den jeweiligen Landesbudgets angeschafft. Und stehen dann wenige 100 m voneinander entfernt in der jeweils nö. und bgld. Garage.

Und wenns dann irgendwo in der untrennbaren Großsiedlung Bruck/Bruckneudorf brennt, beginnt der Streit um die Zuständigkeit, wer jetzt wohin zum Löschen fahren dar.

Es lebe der teure Förderalismus ...