Land.In.Sicht
Büro Dr. Paula
Zurück

REGIONENRING UM WIEN FAST FERTIG

Fr, 29. Januar 2010
Beitrag von Dr. Luzian Paula
Mit der heutigen Eröffnung und der am Montag erfolgenden Verkehrsfreigabe der A 5 Nord Autobahn (Abschnitt Eibesbrunn bis Schrick) und der S 1 Wiener Außenring Schnellstraße (Abschnitt Korneuburg bis Eibesbrunn) ist der Regionenring um Wien (fast) fertig.

Dieser Ring soll neben der schon länger bestehenden Südumfahrung von Wien (A 1 West Autobahn bei Steinhäusel über die A 21 Wiener Außenringautobahn zur A 2 Süd Autobahn und weiter über die S 1 Wiener Außenring Schnellstraße zur A 4 Ost Autobahn bei Schwechat) auch eine großräumige Nordumfahrung ermöglichen: von der A 1 bei St. Pölten über die S 33 Traisental Schnellstraße zur S 5 Stockerauer Schnellstraße und die A 22 Donauufer Autobahn zum Knoten Korneuburg und dann über die neueröffnete S 1 Wiener Außenring Schnellstraße bis zur A 4 Ost Autobahn bei Schwechat (siehe Abbildung 1).

Der böse Ost-West Transit braucht sich dann nicht mehr über die A 23, die berühmt-berüchtigte Wiener Südosttangente quälen, die dadurch eine wesentliche Entlastung erfahren soll. Allerdings wird eine Auffüllung durch innerstädtischen Verkehr erwartet. In natura fehlt jetzt noch der vollständige Lückenschluß im Zuge der S 1, nämlich die Strecke zwischen dem Knoten Süßenbrunn (B 8/S 2) und dem Knoten Schwechat (A 4) mit dem teuren und ökologisch sensiblen Lobau- und Donautunnel (siehe Abb. 2).

Für diesen Streckenabschnitt ist derzeit das UVP-Verfahren im Gange: die UVE mit dem Einreichprojekt wird derzeit von den Behördengutachtern geprüft und anschließend das UVP-Gutachten von diesen erstellt. Die Verkehrsfreigabe für den ersten Abschnitt soll 2014 erfolgen. Als besondere bautechnische Herausforderung gilt der über 8 km lange zwei-röhrige Tunnel zwischen Groß Enzersdorf und Albern, der tief unter dem Nationalpark Lobau und der Donau hindurchgeführt wird (siehe Abb. 3).

Die Bearbeitung der von unserem Büro erstellten UVE Fachgutachten Raumplanung, Siedlungs- und Wirtschaftsraum sowie Sach- und Kulturgüter erfolgte durch DI Susanne Scherübl.