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Büro Dr. Paula
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DISKRIMINIERUNG VON ZT-BÜROS IN WIEN

Do, 14. November 2013
... ein Parkpickerlkrimi
Beitrag von S. Scherübl-Meitz
Als ZT-Büro für Raumplanung und Landschaftsplanung betreuen wir mehr als 50 Gemeinden in Niederösterreich und im Burgenland. Die wenigsten sind gut an öffentliche Verkehrsmittel angebunden. Häufig transportieren wir Plandokumente, Beamer, Laptop, Leinwand etc. zu unseren Kunden. Um diese Aufgabe zu bewältigen, haben wir einen Firmen-Pkw. In Wien gibt es die Möglichkeit für Betriebe, eine Ausnahmegenehmigung in Form einer Parkkarte zu beantragen, damit man - so wie jede/r Bewohner/in mit Hauptwohnsitz in Wien - ein Kraftfahrzeug vor dem Haus bzw. Büro abstellen kann. Wie das geht, steht im Internet! Zur Sicherheit haben wir insgesamt 3 Mal telefonisch nachgefragt, wie denn der Antrag zu stellen sei und was man alles beibringen muss. Das ist ganz schön viel - unter anderem ein Nachweis über 6 Wochen, dass im Durchschnitt mind. eine Fahrt pro Tag mit dem Firmenauto erforderlich ist.

Endlich - mit dem Antrag und sämtlichen Nachweisen bei der zuständigen Magistratsabteilung -, wird mir mitgeteilt, dass diese Ausnahmegenehmigung nur für Gewerbetreibende gelte! Für Ziviltechniker sei das Anmieten einer Parkgarage durchaus zumutbar!?

Ich bin fassungslos und kann es nicht glauben. Im offiziellen Schreiben werden wir aufgefordert, den Nachweis der erforderlichen Fahrten über 3 Monate zu erbringen sowie Belege, dass die Anmietung eines Garagenplatzes aus außergewöhnlich hart treffenden Gründen  nicht in Betracht komme ... davon war vorher nie die Rede! Wir haben 16 MitarbeiterInnEn. In unserem Büro könnten 4 Familien wohnen, alle 4 einen Pkw haben und - ohne Nachweis der sozialen Bedürftigkeit - ein Parkpickerl für den 3. Bezirk beantragen. Sie würden es ohne Zweifel bekommen.

Ich - die ZT-GmbH - fühle mich wirtschaftsdiskriminiert.

Wieso das ein Krimi sein soll? ...