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ENDLICH: BIBER IN FREISTADT ANGEKOMMEN

So, 05. Januar 2014
Einzigartiges Naturschutzprojekt gelungen
Beitrag von L. Paula
Man kann nur mit Stolz berichten: nachdem der vorigen Gesellschaften so verhasste Biber in Österreich ausgerottet war, wurde er zu Ende des 20. Jhdt. glücklich wieder ausgesetzt (auch wenn dies vordergründig nur aus Gründen einer beabsichtigten Verhinderung der Wiener Nordostumfahrung geschah).

Allein, die Biber vermehrten sich prächtig, fühlten sich wohl, bauten ihre Dämme und wurden in Teilen Niederösterreichs sogar schon wieder zum Abschuß freigegeben, weil sie gar so viele Schäden angerichtet haben.

Ein schlaues Tier hingegen entzog sich und wanderte nach Oberösterreich aus. Und dort - horribile dictu - fällt es jetzt unangenehm im schönen Mühlviertel in Freistadt auf. Weil warum: es baut einen seiner bewunderten Dämme genau unterhalb der örtlichen Kläranlage! Das geht aber gar nicht! Denn wenn die geklärten Abwässer der schönen Stadt nicht mehr ungehindert abfliessen können, stauen sie sich zurück - und dann, dann haben die Braustädter ihre Fäkalien wieder dort, wo sie diese partout nicht mehr haben wollten - auf dem eigenen Grundstück nämlich.

Dieser bedauerliche Mißstand ist zwar verständlicherweise unangenehm, muss aber im Interesse eines umfassenden Naturschutzes toleriert werden! Wo kämen wir denn hin, wenn menschliche Bequemlichkeit bzw. das Bedürfnis nach geregelter Abwasserentsorgung dazu führt, dass arme, unschuldige Kreaturen, die noch dazu auf irgendeiner Roten Liste stehen, aus trivialen Gründen der Siedlungshygiene geopfert und daran gehindert werden, ihre wertvollen Dämme zu bauen!

Das bisschen Verständnis für die Natur und ihre armen, putzigen Tiere darf von den Freistädtern schon verlangt werden!!!