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SIC TRANSIT GLORIA MUNDI ...

Mi, 28. Oktober 2015
... und der Biber darf geschossen werden.
Beitrag von L. Paula
Das war ja vorauszusehen: vor vielen Jahren wurde nördlich von Wien der bereits ausgerottete Biber aus vorgeblichen Naturschutzüberlegungen heraus - manche argwöhnen, um damit geplante Straßenbauten zu erschweren - wieder angesiedelt.

Der Jubel war groß und die Freude grenzenlos, als sich die putzigen Tiere rasant über das ihnen zugedachte Quartier hinaus verbreiteten. Einzelne haben bereits Freistadt im Mühlviertel erreicht und legen dort die Kläranlage lahm. Viele andere zernagen im südlichen Wiener Umland die Hochwasserschutzdämme und wieder andere machen Retentionsräume im Wienerwald unbrauchbar.

Ähnlich gestaltete sich das Wiederansiedelungsprogramm des Fischotters, eines herzigen, aber unersättlichen Räubers. Im Verein mit den wieder eingewanderten Kormoranen werden Fischteiche ratzeputz leergeräumt.

Dagegen machen konnte man bislang nichts, denn die Tiere sind strengstens geschützt und unantastbar - das einzig gerade noch zulässige Mittel ist, mit ihnen zu sprechen und sie höflich zu ersuchen, ihr Tag- und Nachtwerk möglichst woanderes zu vollbringen. Nützt nur meistens nichts ...

Doch nun - vide: es geschehen noch Zeichen und Wunder: der NÖ Landtag, dem das Treiben zu bunt geworden ist, hat Biber und Fischotter wieder zur (teilweisen) Bejagung freigegeben! Da die angrenzenden Bundesländer noch nichts dergleichen vorhaben, wird man an den Grenzen halt Zäune errichten müssen ...