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ES IST UNERTRÄGLICH GEWORDEN ...

So, 03. Mai 2009
Beitrag von Dr. Luzian Paula
... mit dieser, in gellendem Ton vorgebrachten Anklage eröffnete unsere aktionistische Redaktrice, Frau Paula L., den "Tag des Protestes" in Herrnbaumgarten im Weinviertel, und trug eine flammende Philippika gegen das überbordende sowie himmelschreiend ungerechte Verwaltungs- und Regulierungswesen bei uns in Österreich vor. Der kleine Häuselbauer beispielsweise - so führte sie weiter aus - werde mit einer Unzahl von Vorschriften und Bewilligungen schikaniert, bevor er überhaupt dran denken können, sich den ersten Ziegel zu kaufen. Und wenn er das Haus dann glücklicherweise doch hat errichten dürfen, dann braucht er wieder viele und teure Kommissionen, Bewilligungen, Stempel, Marken und so fort, bevor er überhaupt erst einziehen darf.

Und wenn dann später einmal ein Fenster oder ein Dachziegel getauscht werden muß, beginnt das Bewilligungstheater von vorne bzw. ist es dann wegen der zunehmenden Gesetzesverschärfungen vielleicht gar unmöglich geworden ...

Deshalb - fuhr sie mit erhobener Stimme fort - sei es völlig unerträglich und könne nicht mehr länger hingenommen werden, daß sich einzelne Ereignisse bei uns fernab jeder Genehmigung abspielen und auch niemals verhandelt werden. Weder die Mitsprache der Öffentlichkeit, noch die Parteienstellung der Nachbarn und schon gar nicht die strategischen und ökologischen Auswirkungen auf die Umwelt würden berücksichtigt, wenn ein - GEWITTER niedergeht!

Hier müsse man ansetzen, rief sie, und wurde vom Publikum für diese Aussage heftig akklamiert. Die aufgeheizte Stimmung nutzte unsere Mitarbeiterin geschickt dazu aus, für den Beitritt zum "Verein zur Abschaffung des Schicksals durch administrative Maßnahmen e.V. zu werben und die Anwesenden zur Unterstützung der zentralen Forderung des Vereines: "GEWITTER DÜRFEN NUR NACH EINER UMWELTVERTRÄGLICHKEITSPRÜFUNG (im Sinne des § 24 (6) lit. c, UVP-G i.d.g.F.) UND NUR MIT BEHÖRDLICHER BEWILLIGUNG NIEDERGEHEN!" zu motivieren. Auf der vorbereiteten Unterschriftsliste, die anschließend von Aktivisten des Vereines herumgereicht wurde, fanden sich bereits zahlreiche Unterstützer dieses berechtigten Anliegens, aber auch einige wenige Gegner (wie z.B. ein Herr Zeus (?) aus dem Olymp). Der anschließende, vom Verein zur Verwertung von Gedankenüberschüssen in Herrnbaumgarten blendend organisierte Protestumzug fand unsere Mitarbeiterin an der Spitze der Demonstranten. (red).
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