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UVP-PFLICHT FÜR NAVI’S UNBEDINGT ERFORDERLICH

So, 29. Mai 2016
Beitrag von L. Paula
Im Zuge einer UVP-Verhandlung für ein hochrangiges Straßenprojekt ist ein völlig neues umweltrelevantes Problem aufgetaucht, deas bisher noch nicht berücksichtigt wurde – und zwar das beliebte Navigationsgerät.

Und das kam so: Grundlage jedes neuen Straßenprojektes ist die Verkehrsprognose. So weit, so klar und außer Streit. Gestritten wird immer nur über die darin enthaltenen Verkehrszahlen. Denn von ihnen hängt die Lärmbeeinträchtigung, die Luftschadstoffe, die Beeinträchtigung mancher Tierarten und vieles andere ab.

Streitet man aber über die Grundlagen der Verkehrsprognose, wird auch über die Verkehrserzeugung, die Netzverteilung und die Verlagerungseffekte im untergeordneten Netz gestritten. Weiters über den LKW-Anteil, die Flottenzusammensetzung und zuletzt sogar über den Abgasskandal bei VW und anderen Erzeugern. Bei den prognostizierten Verkehrsverlagerungen ist zusätzlich jetzt das Problem der Navi’s vorgebracht worden.

Weil warum: durch die Navi’s halten sich die bösen Autofahrer nicht mehr an die zu erwartenden geänderten und der Berechnung zugrunde gelegten Fahrtrouten, sondern werden durch das Navi auf ganz andere Wege geleitet. Diese Bösen! Fahren dann durch Gebiete, wo sie nach der Verkehrsprognose gar nicht sein sollten!  Und schon stimmen die Grundlagen für die UVP nicht mehr! Weil dann die Abgase ganz woanders hinausgeblasen werden und somit die Umweltverträglichkeit des zu beurteilenden Straßenprojektes nicht mehr stimmen kann!

Was folgt daraus? Auch die Navi’s müssen einer UVP unterzogen werden!