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WIEDER WAS GELERNT ...

So, 01. Februar 2009
Beitrag von Dr. Luzian Paula
Die NÖ Bauordnung hat so ihre Feinheiten: befindet man sich im "ungeregelten" Bauland, - d.h. übersetzt: es gibt keinen Bebauungsplan - muß man für die Bauverhandlung eines Gebäudes nachweisen, daß dieses nach § 54 NÖ BO nicht in auffallendem Widerspruch zur Umgebung steht.

D.h. auch hier übersetzt: seine Höhe und Anordnung (Situierung) auf dem Grundstück muß in etwa ähnlich wie die der Gebäude in der Umgebung sein. So weit, so gut. Überall (also im geregelten und im ungeregelten Bauland) gilt zusätzlich, daß sich Gebäude "harmonisch" - wie dies der § 56 NÖ BO so schön beschreibt - einzufügen haben.

Auch hier ist streng genommen bei jeder Bauverhandlung ein diesbezügliches Gutachten notwendig. Insbesondere bei "von der Umgebung deutlich abweichenden" Bauvorhaben und/oder lästigen Nachbarn ist es ratsam, wenn der Bürgermeister über entsprechende Gutachten verfügt. Die fachliche und rechtliche Qualität dieser Gutachten entscheidet im Streitfall oft über Bauen oder Nichtbauen.

Und wie nennt man im Sachverständigenjargon der Insider die BEIDEN Gutachten? EIN § 110"-Gutachten!