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HAPPY BIRTHDAY GRENZKATASTER

Mi, 20. Juni 2018
50 Jahre Grenzkataster in Österreich
Beitrag von Susanne Scherübl-Meitz
Bereits im Jahr 1817 wurde die Vermessung der österreichisch-ungarischen Monarchie gesetzlich verfügt, um die Vorschreibung der Grundsteuer auf eine gerechte Basis zu stellen. Der Grenzkataster in Österreich entstand im Zuge des Vermessungsgesetzes 1968 und ist im Unterschied zum Grundsteuerkataster ein Rechtskataster.

Anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums hat die Bundesfachgruppe Vermessungswesen eine Informationsbroschüre herausgegeben, die den Nutzen des Grenzkatasters für die Öffentlichkeit aufzeigt. Darin werden grundsätzliche Fragen beantwortet, die auch uns RaumplanerInnen in unserer Arbeit tagtäglich begleiten:

Warum stimmt die Fläche meines Grundstücks nicht?
Die Grundstücksflächen im österreichischen Grundsteuerkataster wurden zum Zwecke der Steuerberechnung erfasst. Bei einer exakten Vermessung sind daher Differenzen bis 10% ganz normal. Aus diesem Grund gibt es auch keinen Rechtsanspruch auf die im Grundbuch ausgewiesene Fläche.
Wie erkenne ich eine Grenzkataster-Vermessung?
Der Indikator „G“ am Grundbuchauszug kennzeichnet die Grundstücke, die grenzkatasterlich erfasst sind. Außerdem sind Grenzkataster-Grundstücke in der Katastralmappe durch eine dreifach unterstrichene Grundstücksnummer zu erkennen.

Leider befinden sich derzeit nur rd. 16% der Grundstücke im Grenzkataster (in NÖ sind es rd. 15,3% und im Bgld. rd. 17,2%). Das bedeutet, dass sich die Katastralmappe Ihrer Gemeinde mit jeder neuen Übertragung in den Grenzkataster ändert. Daraus wiederum ergibt sich ein laufender Anpassungsbedarf im Flächenwidmungs- und Bebauungsplan.

Mehr Infos auf: www.grenzkataster.at