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MODERNER WOHNBAU - BEDÜRFNISGERECHT

Di, 29. Januar 2019
Beitrag von L. Paula
Wien wächst - und wir brauchen mehr Wohnungen.

Diese Anforderung führt zu einer regen Bautätigkeit allerorten in Wien, nicht nur in den neuen Stadterweiterungsgebieten sondern auch im dichtbebauten Gebiet. Daß dabei manchmal das Ziel der Altstadterhaltung konterkariert wird und einige Bauherren rascher Biedermeierhäuser abbrechen, als die Baupolizei reagieren kann, ist zwar bedauernswert, fällt aber unter Kollateralschaden.

Aber es gibt auch positive Beispiele einer Umnutzung alter Areale. So wird die ehem. Remise der Badner Bahn in Meidling zu einem "Lebenscampus Wolfganggasse" umgewandelt. Die denkmalgeschützte Wagenhalle bleibt erhalten und statt der Gleisanlagen werden moderne Wohnbauten für kooperierendes Wohnen errichtet.

Daß es kooperative Planungsverfahren gibt, ist ja schon länger bekannt und üblich, aber was ist "kooperierendes Wohnen"? Hilft man sich gegenseitig in der Familie beim Abwaschen oder Einkaufen? Kooperiert man beim Fernsehen, statt sich über das Programm zu streiten? Richtet man die Wohnung gemeinsam und nicht nach getrennten Geschmäckern ein? Kooperieren IKEA und XXL-Lutz auf einmal?

Fragen über Fragen.

Des Rätsels Lösung für Ungebildete wie mich lautet: Der Schwerpunkt des kooperierenden Wohnens liegt bei der Erfüllung spezifischer Bedürfnisse von Allein- und "Getrennterziehenden"!

Fürwahr, ein neuer Begriff im Städtebau. Wieder was gelernt.