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Büro Dr. Paula
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RAUMPLANER ZUNEHMEND GEFÄHRDET

Sa, 08. März 2008
Beitrag von Dr. Luzian Paula
Das kann ja heiter werden: war die Raumplanung jahrzehntelang in der Öffentlichkeit nicht vorhanden oder wurde bestenfalls den Einrichtungshäusern zugeordnet, haben uns die jüngsten Anschläge von Spitz und Weißkirchen aus der dunklen Anonymität ins grelle Tageslicht gezerrt. Die feigen Mordanschläge haben der veröffentlichten Meinung zufolge alle damit zu tun, daß ein böser Mensch mit einer Funktion (Politiker, Raumplaner) einem anderen bösen Menschen mit nur einer Funktion (Wähler) die gewünschte Umwidmung eines Grundstückes (Regelfall: Grünland in Bauland) verweigert und damit letzterem bösen wirtschaftlichen Schaden zufügt. Wie soll das weitergehen? Werden wir ungeschützt willkürlichen Tätern ausgeliefert, wenn wir uns auf den Paragraphen eines Raumplanungsgesetzes berufen, der es uns leider nicht erlaubt, jede schöne Alpenwiese in gewinnträchtiges Bauland umzuwidmen? Oder wahllos Hochhäuser in kleinen Dörfern zu planen? Oder möglichst viele Thermen, Einkaufszentren und andere böse Dinge nicht im Flächenwidmungsplan nach Lust und Laune zu verteilen? Wir fordern daher von der Justiz aktive Hilfestellung. Ein Tatbestandskatalog wäre zu erarbeiten und von Gesetzes wegen den p.t. rachsüchtigen Grundbesitzern vorzuschreiben, wonach welche Strafe ihrerseits bei Nichterfüllung von Widmungswünschen gerade noch angemessen ist, wie z.B.: - Verweigerung einer Baulanderweiterung bis 1.000 m² > 1 Stockstreich - dasselbe zwischen 1.000 und 5.000 m² > 3 Stockstreiche - Verweigerung neuen Baulandes bis 1.000 m² > 1 Peitschenhieb - dasselbe zwischen 1.000 und 5.000 m² > 3 Peitschenhiebe - dasselbe über 5.000 m² > 3 Peitschenhiebe verschärft mit 3 Fasttagen - Verweigerung einer EKZ-Widmung > 10 Peitschenhiebe und lebenslanges Einkaufsverbot in Geschäften mit über 10 m² Verkaufsfläche - Rückwidmung von Bauland > 20 Peitschenhiebe und danach Steinigung Die Verwendung von mon chérie, Hieb-, Stich- und Schußwaffen sowie Sprengstoffgürteln und Tretminen ist aus menschenrechtlichen Gründen grundsätzlich verboten. Als Empfehlung der zuständigen Interessensvertretung der Planer wird zur Erhöhung der Überlebenschancen in diesem gefährlichen Beruf noch angeraten, daß Pläne mit den o.a. Missetaten tunlichst als Planverfasser einen mißliebigen Kollegen enthalten sollen. Für Politiker wird geraten, nicht das eigene Gemeindesiegel zu verwenden, sondern möglichst die Gemeinderäte der nächstgelegen Bezirksstadt oder bei schwereren Vergehen solche einer Gemeinde aus dem EU-Ausland anzugeben (Georgien oder Weißrußland bieten sich beispielsweise an) ... (Anm. d. Hrsg.: Verfasser des o.a. Textes der Red. bekannt, will jedoch auf eigenen Wunsch anonym bleiben)