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REISEN FÜR DEN KLIMAWANDEL ...

So, 09. Dezember 2007
Beitrag von Dr. Luzian Paula
Da kommt Freude auf: 14.000 arme Werktätige haben keine Mühen und (unsere) Kosten gescheut, um auf Bali einen essentiellen Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten. Dort wird nämlich beraten, was man tun könnte, um vor allem die Anderen dazu anzuhalten, nicht noch mehr Treibhausgase in die Atmosphäre zu blasen. So hab’ ich mir das immer vorgestellt: man reist möglichst weit in schöne, warme Gegenden, lässt sich das gute Essen schmecken, das im armen Land dringend gebraucht würde und schaut beim romantischen Sonnenuntergang im Meer demselben interessiert zu, wie es weiter steigt. Danach versichert man sich gegenseitig, wie stressig der dauernde Kampf gegen den Klimawandel denn nicht sei und welche persönlichen Opfer dies koste. Und den sundowner trinke man eigentlich nur aus Solidarität mit der Dritten, Vierten oder sonstigen Welt ... Was lernen wir daraus: man muß ein Opfer bringen! Fahren wir daher nicht mehr nur in unseren Schrebergarten oder ins Waldviertel, meiden wir unsere Sommerfrischen und verzichten wir auf die geliebte Bergwanderung! Und schon gar nicht sollten wir uns dort am Gebimmel der Kuhglocken auf den Almen erfreuen, denn jede böse Kuh bläst mehr Methan in den Himmel, als diesem gut tut! Lasst und daher auch auf Milch und Käse verzichten und lieber 5 Minuten das Licht abdrehen, um das Klima zu schützen. Die dabei zur Erhellung angezündeten Kerzen erzeugen zwar Feinstaub, aber wenn’s dem Klima hilft ... Unser Mitgefühl gilt daher jenen Unerschrockenen, die um unser Geld in Bali für uns befinden werden, was jeder Einzelen von uns ab sofort besser zu unterlassen habe, egal ob’s dem Klima hilft oder nicht. PS.: Nur zur Erinnerung: die Besiedelung Europas und die Erfindung der Landwirtschaft oder auch die Gründung der ägyptischen Hochkultur verdanken wir - falsch: wurde verursacht durch - einen/m wahrhaft katastrophalen Klimawandel so ca. um 6.400 v.C. Ohne den - den Klimawandel - gäb’s uns heute gar nicht und wir könnten nicht unsere Besten nach Bali schicken ...