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Büro Dr. Paula
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STADT:WERK LEHEN

Freiraum: Büro LAND IN SICHT

Freiraumplanung zu einem städtebaulichen Modellprojekt in Salzburg-Lehen

1. Preis Städtebaulicher Wettbewerb 2006, Büro transparadiso / Wien, Freiraumplanung: Büro LAND IN SICHT

Für den gesamtheitlichen Planungsansatz, der über das konkrete Areal hinausgeht, wurde die Planung Stadtwerk Lehen gemeinsam mit der Neuen Mitte Lehen (Halle 1) und dem Europan-Areal in der Siebenstädterstraße (herold/touzimsky) 2007 mit dem Otto-Wagner-Städtebaupreis ausgezeichnet.

2008 wurde im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft mit den Architekturbüros transparadiso (Wien), Bernd Vlay (Wien), Forsthuber / Scheithauer (Salzburg) und Dietmar Feichtinger (Paris/Wien) das Büro LAND IN SICHT seitens der Bauträger GSWB und Heimat Österreich mit der weiterführenden Freiraumplanung für den nördlichen Bauteil des Stadtwerkeareals betraut.

Das ehemalige Stadtwerkareal wurde als neues, lebendiges und urbanes Quartier konzipiert, das in der ersten Phase der Realisierung bereits eine hohe räumliche Qualität sowohl in der Kreuzung von Stadtraum (Boulevard) und Landschaftsraum (Korridor) als auch in der differenzierten Ausformulierung der Wohnungen und den ihnen zugeordneten Freibereichen anbietet.
Das Projekt setzt auf ein strategisches Konzept der Urbanisierung, um die zu errichtenden Wohneinheiten in ein Programm einzubetten, dass dem Stadtteil Lehen einen signifikanten Magneten zur Verfügung stellt. Charakteristisch für die räumliche Struktur ist eine Bebauungstypologie, die ein unmittelbares Nebeneinander von öffentlichen Freiräumen, vielfältigen Durchwegungen, urbanen Nutzungen und unter-schiedlichen Wohnqualitäten erlaubt.
Die Binnenlage des Areals wird durch zwei unterschiedlich programmierte Freiraumbänder, die das umliegende Wegenetz mit dem Gebiet verknüpfen, aufgehoben:
Der Nord-Süd Korridor bildet ein grünes Band, das die durch die Aushubarbeiten entstandene Topographie aufgreift. Die landschaftlichen Qualitäten dieses öffentlichen Korridors durchlaufen eine Sequenz unterschiedlicher Milieus und provozieren an der Kreuzung mit dem Ost-West-Boulevard eine zentrale Urbanität, die ein neues Potential sozialer Qualitäten weit über das Quartier hinaus entstehen lässt. Die Erdgeschoßzone am Boulevard zeichnet sich durch Pilotis, überhöhte Räume, Schaltbarkeit und eine maximale Reibungsfläche zum Passantenstrom aus. Sie ist daher nicht nur für eine Bandbreite an unterschiedlichen NutzerInnen attraktiv - Einzelhandel, kleine autonome Gewerbe, kulturelle und soziale Ein-richtungen -, sondern kann auch Gemeinschaftseinrichtungen für das Quartier aufnehmen.