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Büro Dr. Paula
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ÖBB KLEINE SCHLEIFE EBENFURTH

Raumplanerische Untersuchung und Analyse der Verkehrswirksamkeit (2010)
Durch die Errichtung der „Kleinen Schleife Ebenfurth“ als direkte Verbindung der beiden Strecken Wien Meidling – Wiener Neustadt und Sopron – Ebenfurth soll das Stürzen der Züge im Bhf. Ebenfurth vermieden werden.

Im Vorfeld der Raumplanerischen Untersuchung waren von der ÖBB mehrere Varianten untersucht worden, woraus die Variante „Schleife Ebenfurth Ost“ mit einer neuen Lage des Bhf. Ebenfurth als Beste hervorging. Diese Variante wurde aus raumordnungsfachlicher Sicht im Hinblick auf das Fahrgastpotenzial und die wichtigsten räumlich-funktionalen Verkehrsrelationen untersucht. Zusätzlich wurde das Fahrgastpotenzial der bestehenden Haltestellen zwischen Pottendorf-Landegg bis Obereggendorf erhoben und analysiert.

Im Zuge der Analyse erfolgte die Darstellung des theoretischen Fahrgastpotenzials der einzelnen Haltestellen und der definierten Planfälle (Kombinationen von Haltestellen) in Kooperation mit dem Auftraggeber sowie die Abschätzung der Akzeptanz des neuen Bahnhofs Ebenfurth im Vergleich zum bestehenden Bahnhof. Weiters wurden mögliche Anknüpfungspunkte des neuen Bahnhofs im Öffentlichen Personennahverkehr (Buslinien), Park&Ride und im Radverkehr aufgezeigt und die Zugänglichkeit der Haltestellen (Barrierewirkung) erhoben.

Die Vor- und Nachteile der definierten Planfälle wurden unter Berücksichtigung der wichtigsten räumlich-funktionalen Verflechtungen in Richtung Wiener Neustadt, Sopron und Wien aufgezeigt. Weiters wurde auf die Bedeutung der A3 Südostautobahn im Vergleich zur Bahnverbindung Wien Meidling – Wiener Neustadt eingegangen (Pendlerziele, Reisezeiten, Modal Split).

Als Grundlage für die Potenzialanalysen wurden die wichtigsten Attraktoren (Schulen, Freizeiteinrichtungen etc.) im Einzugsgebiet erfasst und die Entwicklungsabsichten der Standortgemeinden (Flächenwidmungspläne, Örtliche Entwicklungskonzepte) erhoben.

Zur Ermittlung der für die Dimensionierung der Verkehrsstationen notwendigen Planungsparameter (Umsteigerelationen, Reisende pro Tag bzw. Spitzenbelastungen etc.) wurde vom ÖIR, aufbauend auf die Raumplanerische Untersuchung und Haltestellenanalyse, eine Netzanalyse unter Anwendung eines Verkehrsmodells durchgeführt.